Tipp des Tages: Spezialpflegeöl von Living Nature // Tip of the day: Beautiful belly oil

Spezialpflegeöl

Wellness für Mama und Baby – das verspricht dieses wunderbar duftende Pflegeöl. Während der Schwangerschaft kann man durch tägliches Einmassieren des Öls auf Bauch, Hüften und der Brust auf ganz natürliche Weise ungeliebten Dehnungsstreifen vorbeugen. Die im Öl enthaltenen, konzentrierten Wirkstoffe aus Nachtkerze, Weizenkeim und Wildrosenöl halten das Hautgewebe elastisch und strapazierfähig. Das Bindegewebe bleibt straff, die beanspruchten Partien regenerieren sich nach der Geburt zügiger.

Auch für unsere Babies ist dieses Öl ein tolles Produkt. Ganz einfach 2-4 Tropfen des Spezialpflegeöls von Living Nature zu einem Basisöl (z.B. Mandelöl) hinzugeben und gut vermischen – schon kann die Babymassage mit einem pflegenden, natürlichen Massageöl losgehen.

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Wellness for mother and baby – that promises this wonderful smelling care oil. During pregnancy it helps preventing unloved stretch marks. Just gently massage in the oil on your belly, your hips and your cleavage everyday. The oil contains concentrated, active components of primrose, wheat germ and wild rose oil. These ingrediants keep the dermal tissue elastically and sturdy. The connective tissue stays firm and recovers more easily after giving birth.

The oil is a great product for babies too! Just add 2-4 drops of the beatiful belly oil to a basic oil (f.ex. almond oil) and mix it –  now you´re good to start a baby massage with a nurturing, natural massage oil.

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„Das hat mir komplett den Boden unter den Füßen weg gezogen…“ // „I felt like someone pulled the rug right under my feet…“

Im heutigen Interview haben wir mit einer Mutter gesprochen, die in ihrer Schwangerschaft durch Höhen und Tiefen gegangen ist, bei der während der Geburt nicht alles nach Plan verlief und die heute wie eine Bärin für ihren kleinen Goldschatz kämpft.

Bevor wir loslegen, kannst Du dich bitte kurz vorstellen?
T: Aber klar. Ich bin Tine und bin 28 Jahre alt.

Du hast auch ein Kind, richtig?
T: Ja, ich habe einen kleinen Sohn, er ist jetzt 2 Jahre alt und hält uns ganz schön auf Trapp.

Erzähl mal, wie war denn Deine Schwangerschaft?
T: Die war ein totales auf und ab. Als ich gemerkt habe, dass ich schwanger bin, waren wir total happy. Es war auch alles ok, so bis zur 22. Schwangerschaftswoche. In der 22. Schwangerschaftswoche hat mein Frauenarzt zu mir gesagt, dass irgendetwas nicht stimmt. Das hat er bei einer Ultraschalluntersuchung gemerkt. Ich habe total Angst bekommen. Mein Frauenarzt konnte nicht genau erkennen was genau los ist und hat mich dann in die Frauenklinik überwiesen. Am nächsten Tag hatte ich dann da schon einen Termin und habe eine 3D-Ultraschalluntersuchung bekommen. Da habe ich dann auch erfahren, dass ich einen Jungen bekomme. Dort hat man dann festgestellt, dass im Kopf meines Kleinen eine Wasseransammlung ist, die da nicht hingehört. Es war zu viel Wasser, der Druck war zu hoch. Man hat dann zuerst vermutet, dass der Kleinen einen Wasserkopf hat. Das hat mir komplett den Boden unter den Füßen weg gezogen, da war ich fix und fertig. Man hat mir angeboten, eine Fruchtwasseruntersuchung zu machen, es wurde vermutet, dass der Kleine schwerstbehindert ist. Man hat mir auch angeboten, dass ich die Schwangerschaft abbrechen kann, wenn ich das wolle. Eine Woche später hatte ich dann noch mal einen Termin und bis dahin sollte ich mich entscheiden, ob ich die Fruchtwasseruntersuchung machen lassen, oder ob ich sogar einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen wollte.

Ihr habt das Baby bekommen, warum hast du dich für das Baby entschieden?
T: Mein Mann und ich sind gläubig, der Kleine war und ist ein totales Wunschkind, wir wollten das Baby mit allen Konsequenzen.

Wie ging es dann weiter?
T: Ich war dann alle 14 Tage beim Frauenarzt. Im ungefähr 7. Monat sagte der Frauenarzt dann, dass sich die Wasseransammlung im Kopf normalisiert hätte. Für uns war dann die Hoffnung da, dass wir doch ein gesundes Kind bekämen. Die Kontrollen waren dann bis zur Geburt alle 14 Tage. Der Kleine hat sich kräftig, gesund und völlig normal entwickelt. Das war ein emotionales Auf und Ab.

Und dann kam die Geburt, wie hast du diese erlebt?
T: Ich hatte eine natürliche Geburt.

Warum hast du dich mit der Vorgeschichte denn für eine natürliche Geburt entschieden?
T: Nichts sprach zu diesem Zeitpunkt gegen eine natürliche Geburt. Das habe ich zusammen mit meinen Ärzten entschieden. Zu diesem Zeitpunkt hieß es: Das Kind ist gesund.

Wie war denn die Geburt?
T: Um 2 Uhr morgens haben die Wehen angefangen, so gegen 5 Uhr bin ich dann in die Klinik. Irgendwann bin ich dann in den Kreißsaal gekommen. Mein Kleiner und ich wurden dann untersucht, alles war OK. Die Hebamme hat dann meinen Muttermund abgetastet, der war da schon 3 cm geöffnet, alles war normal. Ich bin dann eine ganze Weile den Gang hin- und hermarschiert. Die Hebamme hat mich dann gefragt, ob ich in die Geburtswanne möchte, das habe ich dann gemacht. Das hat mich total entspannt. So um 12 Uhr bin ich dann aus der Wanne in den Kreißsaal. Und dann kamen schon die Presswehen. Um halb 1 war mein Kleiner dann auf der Welt.

Wie war das für Dich, als Du Deinen Sohn das erste Mal gesehen hast?
T: Es war so, dass ich den Kleinen die erste Stunde gar nicht gesehen hab. Er hatte sich während der Geburt die Nabelschnur zweimal um den Hals gewickelt und war total blau. Er ist dann in ein Sauerstoffzelt gekommen. Nach einer halben Stunde hat sich seine Sauerstoffsättigung dann normalisiert.

Also hattest du nicht das typische Glücksgefühl nach der Geburt?
T: Er war halt einfach weg! Ich war total verstört. ich war ja auch total fertig nach der Geburt und habe das alles irgendwie nicht so richtig verstanden. Ich hab immer gefragt, wo der Kleine ist. Die Ärzte haben mir gesagt, dass alles OK sei, dass er im Sauerstoffzelt sei.

OK, wie ging es dann weiter?
T: Nach ungefähr einer Stunde habe ich den Kleinen dann bekommen, er war total blass. Aber ich war einfach nur happy, dass ich ihn endlich bei mir hatte. Es schien auch alles normal zu sein. Er hatte keinen Wasserkopf und auch bei der ersten Untersuchung hat man nichts Unnormales feststellen können, wir waren total happy über ein gesundes Baby. Und das bei der Vorgeschichte.

Jetzt hast Du ja vorhin gesagt, der Kleine hält Dich ganz schön auf Trapp. Wie hast Du das gemeint?
T: Nach ungefähr einem halben oder dreiviertel Jahr dachte ich dann, da stimmt was nicht. Ich habe andere Kinder in seinem Alter gesehen und die waren von der Bewegung her viel weiter. Sie haben sich gedreht und sind gekrabbelt. Sie waren körperlich einfach stabiler. Ich bin ständig zum Kinderarzt, der hat mich dann immer vertröstet von wegen: Das ist ein Junge… Das ist ein Spätzünder… Ich habe immer gesagt, dass ich Krankengymnastik für den Kleinen will, ich wusste einfach, es stimmt etwas nicht. Der Arzt meinte dann, ich soll nicht hysterisch werden, alles in Ruhe angehen lassen und meinem Kind zeit geben. Er hat mir dann keine Krankengymnastik verschrieben. Dann, mit so circa einem Jahr hatte er dann einen Fieberkrampf. Wir sind sofort in die Kinderklinik gefahren und da hat er dann Nervenwasser gezogen bekommen.

Was hat man denn dort genau festgestellt?
T: Man hat dort festgestellt, dass er eine linksseitig spastische Lähmung hat. Die Ärzte im Kinderkrankenhaus waren dann total geschockt, dass er noch keine Krankengymnastik bekommen hatte. Ich war an den falschen Kinderarzt geraten.

Haben die Ärzte feststellen können, woher diese spastische Lähmung kommt?
T: Man geht davon aus, dass sie durch den Sauerstoffmangel herrührt, da er ja die Nabelschnur bei der Geburt um den Hals gewickelt hatte.

Wie geht es denn dem Kleinen jetzt?
T: Mittlerweile geht es ihm gut. Er kann laufen, er zieht zwar leicht den linken Fuß hinter sich her aber er tobt ganz normal mit anderen Kindern draußen rum. Ich mache drei mal am Tag Gymnastik mit ihm und gehe einmal die Woche zur Kinderkrankengymnastik. Was ihm total gut tut ist Bobbycar-Fahren. Da muss er die rechte und linke Körperseite gleich stark nutzen. Wir gehen 2 Mal die Woche schwimmen. Er bewegt beim Schwimmen jedes Körperteil und strampelt wie ein kleiner Fisch. Das hilft ihm unglaublich in seiner Entwicklung.

Jetzt im Nachhinein, würdest du noch mal eine natürliche Geburt haben wollen?
T: Im Nachhinein denke ich, dass ein Kaiserschnitt besser gewesen wäre. Man hat bei der Geburt von ihm halt nicht erkannt, dass er die Nabelschnur um den Hals hatte. Aber wenn ich das vorher gewusst hätte, dann hätte ich auf einen Kaiserschnitt bestanden.

Vielen Dank für Deine offenen Antworten!
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For today´s interview we were talking to a mother who had severe ups and downs during her pregnancy, whose childbirth was problematic and who fights for her child till today.

Before we start, can you please introduce yourself?
T: Sure! My name is Tine and I am 28 years old. I have a little son that keeps us quite busy. He is 2 years old.

Tell us, how was your pregnancy?
T:My pregnancy was a series of total ups and downs. When I learned that I was being pregnant, I was totally happy. Everything went smoothly until pregnancy week 22. In my 22. week of being pregnant my gynecologist told me, that something wasn´t right. He noticed that at an ultrasonic testing. I was out of my mind scared. My gynecologist couldn´t really tell what was going on, so he assigned me to a gynecological hospital. I went there right the next day and got a 3D-ultrasonic testing. That´s when I discovered we were having a boy. The doctors there discovered that in my little ones´ head was a fluid detention that should not be there. There was too much water, the pressure was too high. The doctors first assumed, that my baby was going to have a hydrocephalus. I felt like someone pulled the rug right under my feet, I was bushed. The doctors offered to do an amniocentesis, they assumed that my babyboy was severely disabled. The doctors also offered a determination of pregnancy.. One week later I had an other appointment in that hospital and until then, I had to decide even if I want an amniocentesis or even a determination of my pregnancy.

You kept your baby, why did you decide for it?
T: My husband and I both are religious, our babyboy was and still is a planned child. We wanted to have that baby with all the consequences that might come along.

How did that all go on?
T: From that point on, I had to see my gynecologist every two weeks for check ups. Then, at about the 7th month of pregnancy, my gynecologist discovered the fluid retention in my babyboys´ head had normalized. We were very hopeful, that after all our little one might be healthy. And yes, my baby then developed strong, healthy and totally normal. That was a big emotional up and down.

And then you delivered your baby, how did you experience that?
T: I had a natural birth.

With your pregnancy history, why did you decide on having a natural birth?
T: At that point, there was nothing to be said against a natural birth. I decided that together with my doctors. At that point in time they told me: That child is healthy.

How did you experience the childbirth?
T: It was about 2 a.m. when contractions started, at about 5 a.m. I went to the hospital. When i was brought to the delivery room, the midwife checked on my baby and on me. Everything was OK. The midwife then examined my cervix, everything was fine and totally normal. I was walking up and down the hallway for some time. The midwife asked me, if I wanted to try out the birthing pool and I did. That was totally relaxing. Then, at about 12 o´clock I went to the delivery room again. The bearing-down pains started and at half past 12 my little boy was born.

What did you feel, when you saw your son for the first time?
T: I didn´t see him for like one whole hour after giving birth. During the birthing process his umbilical cord twisted around his neck and throat two times. He was totally blue. The doctors took him directly to an oxygen tent for recovery. After about half an hour his oxygen saturation normalized.

So you did not feel that typical joy after giving birth?
T: He simply was just gone! I was totally confused. I was very exhausted after the birth and I didn´t get what was going on. I asked again and agein where my child was. The doctors told me that everything is OK and that he is in an oxygen tent for recovery

OK, how was it going on from there?
T: After about one hour I finally got my little baby, he was so pale. But I was unbelievably happy, that I could finally hold him. Everything seemed normal. He did not have a hydrocephalus and also the first examinations didn´t show any abnormalities. We were so happy that our child is healthy.

In the beginning you said, that your little boy keeps you quite busy. How did you mean that?
T: After about half a year I thought: Something is wrong. I saw other babies his same age being much further in their physical development. They turned, they started to crawl. They were physically more stable than my babyboy. I was constantly telling his doctor but he just said: He is a Boy, he is a late bloomer. I told him that I want physiotherapy for my child. I just knew, something was off. The doctor told me not to be hysterical and to be more patient. Then, when my boy was about 1 year old he was having febrile seizures. We went to the hospital right away. There they examined his liquor.

What did the doctors find out?
T: They found out, that he has a spastic paralysis on the left side of his body. The doctors in the hospital couldn´t believe that he didn´t get any physiotherapy up to this point. I had seen the wrong pediatrist the whole time.

Did the doctors find out, why your son has this spastic paralysis?
T: They assumed that it was because of his lack of oxygen during birth.

How is your little son today?
T: He is fine. He can walk nearly normal. He still has some trouble with this left foot, but he plays just totally normal with other kids. I´m doing exercises 3 times a day with him and once a week we are going to physiotherapy. I support all kinds of activities where he has to use his right and left site equally, like driving his bobbycar. We are going swimming twice a week. When he swims, he moves his whole body, he moves like a little fish. That all helps him in his development.

When you look back, would you want to have an other natural birth?
T: When I look back I think a C-section would have been better. If I would have known that his ambilical cord was around his neck, I totally would have wanted to have a C-section.

Thank you for your open answers!
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A little bit more about… „4th Trimester Project“

Ashlee WElls Jackson

Bei einer Schwangerschaft spendet der eigene Körper Raum für einen weiteren Menschen. Er dehnt sich, er weitet sich – ein Menschenleben wird geschaffen.  Ein faszinierender Vorgang, auf den jede Mutter stolz sein kann. Trotzdem sind Mütter nach der Geburt oft mit den körperlichen Veränderungen unzufrieden. Es wird kaschiert, gesportelt und Diät gehalten was das Zeug hält.
Das „4th Trimester Project“, initiiert von Fotografin und Mutter zweier Kinder Ashlee Wells Jackson, erschafft ein ganz neues mütterliches Körperbewusstsein. Der Aufruf lautet: Mütter, seid stolz auf den Körper den ihr habt, er hat eurem Baby das Leben geschenkt! Die Fotostrecke in schwarz-weiß zeigt auf wunderbare, respektvolle und bezaubernde Art und Weise Mütter, die zu ihrem nach-schwangerschaftlichen Körper stehen.


While being pregnant, the female body hosts an other human being. The body stretches, it widens – new human life is created. That´s a fascinating process that every mother can be proud of. Nevertheless, mothers often are very dissatisfied with their bodies after being pregnant and giving birth. They mask their bodies, doing all Kind of sports and diet massively.
The „4th Trimester Project“, initiated by the talented photographer and mother of two Ashlee Wells Jackson, creates an all new, maternal body consciousness. The appeal summons: Mothers, be proud of the body you have, That body gave life to your child! The photo series in black and white shows mothers with their post-pregnant bodies in a wonderful, respectful and just enchanting way. 

Seht hier die inspirierende Bildergalerie // Here you can find the very inspiring photos: http://4thtrimesterbodies.com/gallery/

Und wenn ihr euch noch mal genau ansehen wollt, wie dieses tolle Projekt zustande gekommen ist, hier das Video: //
And if you want to know, what inspired Ashlee Wells Jackson to start this Project, you can watch the video here:

Viel Spaß beim Lesen, Stöbern und inspirieren lassen! //
Enjoy reading, quarry and getting inspired!
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„Das war Adrenalin pur…“ – Wie Frauen die Geburt erleben // „It was pure adrenalin… “ – How women experience giving birth

Heute starten wir unsere Interviewreihe – wir wollen euch Themen rund ums Baby hautnah erleben lassen. In unserem ersten Interview hat sich eine tolle Mama für uns Zeit genommen und berichtet ganz offen über das Erlebnis einer natürlichen Geburt.

Schön, dass Du Dir für uns Zeit genommen hast. Willst Du Dich unseren Lesern vielleicht kurz vorstellen?
M: Ja, gerne, gar kein Problem. Mein Name ist Maria, ich bin 37 Jahre alt und habe eine kleine Tochter. Die ist jetzt 6 Jahre alt.

Hattest Du eine natürliche Geburt oder einen Kaiserschnitt, wie war das bei Dir?
M: Mein Wunsch war immer eine natürliche Geburt und die konnte ich dann zum Glück auch haben. Das war mein Wunsch.

Also hast Du Dir im Vorfeld darüber Gedanken gemacht, ob vielleicht ein Kaiserschnitt die angenehmere Lösung wäre?
M: Nein gar nicht. Ich wollte unbedingt das Gefühl erleben wie es ist ein Kind auf die Welt zu bringen. Mit Schmerzen, mit allem drum und dran. Für mich war es auch wichtig, dass ich hinterher schnell wieder fit bin. Das ist natürlich bei einem Kaiserschnitt alles nicht so einfach. Ich hatte bei einer Freundin miterlebt, dass es ganz schön lange gedauert hat, bis sie wieder auf den Beinen war.

Das hört sich ja ganz schön mutig an. Hattest Du nicht auch mal Bammel?
M: Am Anfang meiner Schwangerschaft hatte ich auf jeden Fall Angst. Viele Mütter haben mir erzählt wie schlimm eine Geburt sei. Ich hatte das Gefühl, jeder hatte eine noch schlimmere Geburt, als der andere. Aber dann habe ich für mich beschlossen mir das nicht mehr anzuhören, sondern ich habe dann immer von vorne herein gesagt: Ich will das gar nicht wissen. Ich will MEINE Geburt erleben. Und mir mein EIGENES Bild machen.

Erzähl doch mal, wie war das denn, als Deine Wehen angefangen haben?
M: Also, ich hatte am 24. Dezember eigentlich Termin. Mein Frauenarzt hatte mir aber am 21. Dezember gesagt, dass es noch lange nicht los geht, weil meine Kleine noch nicht ins Becken gerutscht war. Es ging dann trotzdem  zwei Tage vorher los. Ich habe den ganzen Tag noch gearbeitet und habe überhaupt nichts gemerkt. Abends habe ich dann ein warmes Bad genommen. Das habe ich die ganze Schwangerschaft über geliebt. Und genau um Mitternacht gingen dann die Wehen los.

Wie haben sich denn die ersten Wehen angefühlt?
M: Zuerst habe ich nicht einschätzen können, ob das jetzt Wehen sind, oder ob mein Baby jetzt ins Becken rutscht. Das hat sich angefühlt wie Regelschmerzen.

Wie haben sich denn die starken Wehen angefühlt?
M: Ich bin nach den ersten Wehen erst mal wieder eingeschlafen. Dann ist es stärker geworden, das waren wie so Schmerzwellen. Der Bauch hat sich verhärtet und der Schmerz ist mir dann von dort aus ins Becken hineingezogen.

Das hat sich dann wie richtige Wehen angefühlt, oder?
M: Ja, so ungefähr ab 3 Uhr war ich mir sicher: Das sind richtige Wehen [lacht].

Wie bist du mit den Wehen umgegangen?
M: Da ich wusste, dass ich ein Mädchen bekomme -was ich mir unendlich gewünscht hatte- konnte ich mich total in diese Wehen „reinentspannen“, mich fallen lassen. Ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll. Das war Adrenalin pur.

Wann bist Du denn ins Krankenhaus?
M: Um 6 Uhr habe ich meine beste Freundin angerufen, mein Mann war geschäftlich unterwegs. Sie hat mich dann ins Krankenhaus gefahren, da hatte ich schon alle 5 Minuten Wehen.

Wie war das, als Du dann im Krankenhaus warst?
M: [lacht] Im Krankenhaus haben die erst mal mit mir geschimpft, weil ich so spät gekommen bin. Normalerweise bekommt man ja bei einer natürlichen Geburt vorher einen Einlauf. Da war bei mir gar keine Zeit mehr dafür. Ich bin sofort vom Empfang in den Kreissaal gekommen. Dann haben die kurz gecheckt, ob mit meiner Kleinen alles ok ist, haben meinen Blutdruck gemessen. Dann gingen auch schon die Presswehen los. Die mussten mir während ich schon Presswehen hatte meine Fruchtblase sprengen. Das ist total ungewöhnlich, normalerweise springt ja die Fruchtblase schon vorher von alleine.

Jetzt mal ganz ehrlich, haben die Presswehen und die Geburt nicht höllisch weh getan?
M: Es hat schon sehr weh getan. Aber ich konnte mich während der Geburt irgendwie unglaublich entspannen. Ich war vorher in der Schwangerschaftsgymnastik und da haben wir diese Entspannungsübungen ja gelernt. Ich konnte das irgendwie gut umsetzen. Die Presswehen tun natürlich echt total weh. In dem Moment denkt man, es zerreißt einen. Aber ich hab dann irgendwie immer gedacht: Nur noch ein paar Minuten, dann habe ich mein Kind im Arm.

Und dann kam das Kind, wie hat sich das für Dich angefühlt?
M: Ich habe mich ein bisschen aufgesetzt, weil ich sehen wollte, wie mein Kind geboren wird. Die Hebamme hat mich von hinten abgestützt. Es kam dann eine Presswehe bei der der Kopf und die Schultern rauskamen, das hat echt weh getan und bei der letzten Presswehe, ist die Kleine dann einfach rausgeflutscht. Sie hat zum Glück auch gleich geschrien und der Arzt hat sie mir sofort auf die Brust gelegt.

Was für ein Gefühl war das für Dich?
M: Glück pur! Und unglaublich stolz war ich.

Wie hast Du die Nachgeburt erlebt?
M: Das waren dann vielleicht noch mal so 5-6 Minuten und hat sich wie am Anfang der Geburt wie starke Regelschmerzen angefühlt. Und dann ist die Nachgeburt gekommen. Aber das habe ich dann alles nicht mehr so richtig mitbekommen, ich war voller Glückseligkeit.

Eine letzte Frage: Würdest Du noch mal eine natürliche Geburt erleben wollen?
M: Ich kann nur für mich persönlich sprechen. Wenn alles glatt geht und es keine Komplikationen gibt, dann auf jeden Fall, ja. Aber das muss wirklich jede Frau für sich selbst entscheiden, jeder empfindet eine Geburt natürlich anders.

Vielen Dank für Deine offenen und ehrlichen Antworten.
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Today we start with our interview-series – we want you to experience everything there is to know about expecting, delivering and having a baby. Our first interview partner is a great mom. She tells us all about her experience on delivering her babygirl naturally.

Thank you for giving us your time. Before starting, can you introduce yourself to our readers?
M: Sure, no problem. My Name is Maria, I´m 37 years old and I have a little daughter. She is 6 years old.

Did you have a natural birth, or a C-section – what did you experience?
M: It was always my dream to deliver naturally. And I am lucky to actually was able to give birth naturally.

Before giving birth, did you think about if a C-section would be the more pleasant solution?
M: No, never. I really wanted to experience the physical feeling of delivering a baby. With all the pain, with all that comes along with it. For me it was also very important to recover rapidly. That´s a crucial aspect of delivering by C-section. A friend of mine had one and it took her quite a bit to recover.

That sounds pretty brave. Haven´t you been afraid at all?
M: In the beginning of my pregnancy I was definately scared. A lot of mothers were telling me horror stories about giving birth. I had the feeling, every delivery I was told about was even more horrifving, than the one I was told about before. That was when i decided, that I didn´t want to hear any more of these stories. I told everyone: I don´t want to hear it! I want to experience MY cildbirth. I want to get MY OWN picture of it.

Tell us, how did you experience your first contractions?
M: My due date was December 24th. My gynecologist told me on December 21, that it would probably take some time, my little one wasn´t in the right labor position yet. Anyway, my labor started 2 days before due date. I was working the whole day and I didn´t feel anything. In the evening I took a bath – I loved that during my whole pregnancy. And exactly at midnight my contractions started.

How did the first contractions feel like?
M: At first, I couldn´t really appraise, if the pain is coming from actual contractions. It felt more like menstrual cramps. I fell asleep again. and then the contractions got stronger.

How did the strong contractions feel like?
M: It felt like pain waves. My belly hardened and from there the pain pulled down into my pelvis.

That felt like real contractions, didn´t it?
M: Yes, at about 3 a.m. I was sure: These are real contractions [laughs].

How did you handle the contractions?
M: I already knew, that I was becoming a girl – I knew, my biggest dream is about to come true. Because of that, I was able to totally „relax into“ these contractions. I don´t know how to describe it. It was pure adrenalin. 

When did you take off to the hospital?
M: At 6 a.m. I called my best friend, my husband was still on a business trip. She took me to the hospital. At that point, my contractions were already 5 minutes apart.

What did you experience in the hospital?
M: [laughs]  In the hospital everybody was „angry“ with me because I was coming so late. Normally you get an enema before giving birth naturally. We had no time for that. From the reception I was directly brought to the delivery room. There they quickly checked out if everything is OK with my little one. They measured my blood pressure. And then the bearing-down pains started. They had to blast my amnion while I was already heaving bearing-down pains. That is totally uncommon, normally the water breaks before. 

Totally honest, didn´t the bearing-down pains hurt like hell?
M: Yes, they really did hurt a lot. But luckily I was able to totally relax during the whole process of giving birth. I was doing pregnancy exercises  during my pregnancy, I had learned how to relax. Luckily I was able to adopt that. Of course, the bearing-down pains hurt like hell. In that moment you really think that you get ripped apart. But I thought all the time: Only a few more minutes, then I can finally hold my baby.

And then the baby came, how did that feel?
M: I sat up a little. I wanted to see my baby´s birth. The midwife backed me from behind. Then there was a bearing-down pain and the head and the shoulders came out. That really hurt so bad. And with the last bearing-down pain my babygirl just slipped out. She was crying immediately and the doctor was laying her on my chest. 

What did you feel at that moment?
M: Pure joy! And I was very proud.

One last question: If you had the choice, would you want to experience a natural birth again?
M: I can only speak for myself. When everything works out as it should and there are no complications, then yes. But every woman has to decide herself, beacuse every woman feels different towards giving birth.

Thanks a lot for your open and honest answers.
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